CHALET BJOERK

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Das Bleistätter Moor - Europaschutzgebiet Tiebelmündung

Kurzinfos:

Anreisedauer vom Chalet Bjoerk:
10 Minuten zu Fuß / 2 Minuten mit dem Auto (Parkplatz ist gebührenpflichtig, Parkautomat ist vorhanden)

Empfohlene Ausrüstung:
bequeme Gehschuhe, Fernglas, Kamera

Das Bleistätter Moor ist von unserem Haus fast nur einen Steinwurf entfernt. Es liegt am Ostufer des Ossiacher Sees und lädt zum Spazieren, Joggen, Beobachten und Verweilen ein.

Das Gebiet hat sich vom ökologischen Sorgenkind zu einem Refugium für einzigartige Flora und Fauna entwickelt. Entlang des Wanderwegs lassen sich jetzt Kraniche, Eisvogel, Fledermaus, Libelle, Biber  und Co. entdecken.

Mit einer Fläche von rund 600 Hektar galt das Bleistätter Moor einst als eines der größten Moorgebiete Kärntens. Anfang der 1930er Jahre begann der Bau von Entwässerungssystemen. Das gewonnene Land wurde von den örtlichen Bauern über Jahrzehnte intensiv landwirtschaftlich genutzt. Dadurch gelangten ausgewaschene Dünger und Pestizide ohne Filterwirkung in den Ossiacher See, was die Wasserqualität besonders in der Ostbucht verschlechterte. Viele Nährstoffe gelangten auch über die Tiebel in den See. Mit der Sanierung und Überflutung des westlichsten Moorteils hat sich die wasserökologische Qualität des Sees stark verbessert.

Mit der Überflutung und Renaturierung des Bleistätter Moors wurde ein wichtiges Wasser- und Naturschutzprojekt umgesetzt.

Der Slow Trail ist rund sieben Kilometer lang (max. 2 Stunden Gehzeit) und führt auf mehreren Routen durch die artenreiche Natur und das europäische Naturschutzgebiet am Tiebeldelta. Seit der Überflutung des rund 80 Hektar großen Bereichs im Frühjahr 2017 hat sich hier ein attraktiver Lebensraum entwickelt, der seltenen Tier- und Pflanzenarten Heimat bietet. Über 200 verschiedene Vogelarten wurden bereits beobachtet. Dazu zählen echte Raritäten wie der scheue Eisvogel, Kraniche, Weißstörche und Schwarzstörche, Fischadler und vieles mehr. Außerdem lässt sich mit Glück die nur zwei Millimeter kleine Desmoulins Windelschnecke beobachten, mindestens 14 Fledermausarten – darunter die sehr seltene Wasserfledermaus (Daubenton-Fledermaus) – sowie zahlreiche Amphibien und über 700 Schmetterlingsarten, wie der EU-weit geschützte Große Feuerfalter. Viele Fischarten profitieren ebenfalls vom Überflutungsbecken, etwa der Karpfen des Ossiacher Sees, der dank der neu geschaffenen Flachwasserzonen nun optimale Laichplätze findet.

Ausflug ins wunderschöne Soča‑Tal in Slowenien

Kurzinfo

Dauer der Rundfahrt ab Chalet Bjoerk:
Die Runde Chalet Bjoerk – Wurzenpass – Kranjska Gora – Vršič‑Pass – Soča‑Tal – Predilpass – Tarvisio – Chalet Bjoerk kann, mit einigen Stopps, gut einen ganzen Tag dauern. Die Fahrstrecke beträgt rund 160 km.

Empfohlene Ausrüstung:
Gute Wanderschuhe, Fernglas, Reisepass

Diese Rundfahrt führt Sie durch Slowenien und Österreich, bietet großartige Ausblicke und einen Hauch Geschichte.

Der erste Teil der Strecke: Von Ossiacher See zum Vršič‑Pass

Vom Chalet Bjoerk geht es über die kurvige Straße hinauf zum Wurzenpass, der Grenze nach Slowenien. Nach dem Skiort Kranjska Gora führt die Serpentinenstraße zum Vršič‑Pass mit spektakulären Ausblicken auf die Julianischen Alpen. Die Passstraße steigt von Kranjska Gora in einer Serie von 50 Haarnadelkurven an, überquert den Vršič‑Pass und fällt anschließend ins Soča‑Tal ab. In den höheren Lagen ist die Straße während eines großen Teils des Winters wegen Schneefalls unpassierbar. Die Isonzofront des Ersten Weltkriegs brachte ab Ende 1915 erhebliche Verbesserungen; ursprünglich trug die Straße den Namen des Erzherzogs Eugen von Österreich‑Ungarn. Der heutige Name, „Russische Straße“ (Ruska cesta), erinnert an die rund zehntausend russischen Kriegsgefangenen, die 1915 beim Bau eingesetzt wurden. Auf der Nordseite des Passes, unweit der Hauptstraße auf etwa 1.200 m Seehöhe, steht eine von den russischen Kriegsgefangenen errichtete russisch‑orthodoxe Kapelle zum Gedenken an die etwa 380 Kameraden, die beim Straßenbau ums Leben kamen. Der Vršič‑Pass ist der höchste Straßenpass in Slowenien und der höchste Übergang in den östlichen Julischen Alpen.

Vom Vršič‑Pass zum Predilpass

26 Haarnadelkurven führen Sie hinunter in das wunderschöne Soča‑Tal. Entlang der Straße begegnen Ihnen Spuren des Ersten Weltkriegs. Das Tal war Schauplatz großer militärischer Operationen, darunter die zwölf Isonzo‑Schlachten an der italienischen Front zwischen Mai 1915 und November 1917.
Wegen seines smaragdgrünen Wassers wird der Fluss als „The Emerald Beauty“ vermarktet. Man sagt, er sei einer der wenigen Flüsse weltweit, die diese Farbe über ihre gesamte Länge behalten. Der Flussverlauf lädt immer wieder dazu ein, das Auto zu parken und ein paar Schritte ins Tal zu machen. Für Fischer besonders interessant ist die Soča‑Forelle (Marmorata), die Angler aus aller Welt anzieht. Die Marmorata‑Forelle kommt nur in wenigen Einzugsgebieten und Flüssen des Adriabeckens vor.
Folgen Sie der Straße 203 von Bovec nach Norden, erreichen Sie das Fort Kluže. Im 15. Jahrhundert bestand hier eine hölzerne Befestigung, die türkische Einfälle nach Kärnten verhindern sollte. Später wurde eine Steinbefestigung errichtet, die im 18. Jahrhundert von österreichischen Soldaten gegen Napoleons Truppen verteidigt wurde. Ihre heutige Gestalt erhielt die Anlage im 19. Jahrhundert; im 20. Jahrhundert spielte sie eine wichtige Rolle an der Isonzofront. Zur Unterstützung des Fort Kluže wurde zwischen 1897 und 1900 das Fort Hermann am Berg Rombon erbaut. Sie erreichen Fort Hermann zu Fuß vom Fort Kluže über einen breiten markierten Weg, der in eine Felshänge eingekerbt ist, durch einen etwa 100 m langen beleuchteten Steintunnel; anschließend steigt der linke Pfad den Rombon hinauf. Der Weg zum Fort dauert knapp eine halbe Stunde. Über den Predilpass wechseln Sie von Slowenien nach Italien.

Lago del Predil

Auf der Abfahrt vom Pass erreichen Sie einen wunderschönen See am Fuß des Berges – den Lago del Predil. Dank der malerischen Lage unterhalb des Kanin‑Massivs lohnt sich hier eine Pause.
Jahrhundertelang verlief die südliche Grenze des kaiserlichen Herzogtums Kärnten zu den venezianischen „Domini di Terraferma“ entlang der nahegelegenen Grate von Predilpass und Sella Nevea. Nach dem Verlust des venezianischen Territoriums an das Königreich Italien 1866 ließ die k.u.k. Armee von 1885 bis 1887 am Seeufer eine Festung errichten, um die Straße hinunter nach Tarvisio zu schützen. Im Ersten Weltkrieg wurde die Festung während der Isonzo‑Schlachten an der italienischen Front schwer beschädigt. Einige Ruinen sind erhalten und öffentlich zugänglich. Auf dem Weg nach Tarvisio passieren Sie den Ort Cave del Predil, der einst für seine Blei‑ und Zinkminen bekannt war.

Tarvisio

An der Grenze zu Österreich und Slowenien gelegen, bilden Tarvisio und seine Nachbargemeinden Arnoldstein und Kranjska Gora den Dreiländerpunkt von romanischem, germanischem und slawischem Europa. Als Teil des österreichischen Kaiserreichs war die Stadt bis 1918 überwiegend deutsch‑ und slowenischsprachig, wie der gesamte Kanaltal‑Bereich. Heute spricht die Gemeinde überwiegend Italienisch. Jahrzehntelang profitierte Tarvisio wirtschaftlich von Einkaufsfahrten aus Österreich und Jugoslawien. Der Handel am berüchtigten „Rag Market“ ging jedoch nach der Einführung der Eurozone zurück. Heute sind Tourismus und Wintersport in den Karawanken, den Karnischen Alpen und den Julischen Alpen wichtige Wirtschaftszweige.

Über die Autobahn A23 oder die Straße SS13 (B83) gelangen Sie zurück nach Villach und weiter zum Chalet Bjoerk.

Die Großglockner Hochalpenstraße - Abenteuer hinter jeder Kurve

Kurzinfo

Dauer der Fahrt ab Chalet Bjoerk:
Etwa 1 Stunde 15 Minuten (ca. 80 km)

Empfohlene Ausrüstung:
Kamera, Sonnenbrille, Windbreaker, warme Kleidung und ein gesunder Respekt vor der Schwerkraft

Lage & Geschichte

Die Großglockner Hochalpenstraße ist Österreichs legendäre Panoramastraße – ein 48 Kilometer langes Band Asphalt, das sich durch das Herz des Nationalparks Hohe Tauern schlängelt und Bruck in Salzburg mit Heiligenblut in Kärnten verbindet. Das ist nicht einfach nur eine Straße – das ist ein Erlebnis. Mit 36 Kehren steigt die Route zu schwindelerregenden Höhen: zur Edelweißspitze auf 2.571 Metern und zur ikonischen Kaiser‑Franz‑Josefs‑Höhe mit atemberaubendem Blick auf Österreichs höchsten Berg, den mächtigen Großglockner (3.798 m).

Erbaut zwischen 1930 und 1935 war die Straße Österreichs Antwort auf die Große Depression – ein kühnes Werk aus Ingenieurskunst und Optimismus. Heute zählt sie zu den Top‑Sehenswürdigkeiten des Landes und zieht Auto‑Enthusiasten, Wanderer, Radfahrer und alle an, die einen Puls und eine Vorliebe für Panoramen haben.

Das Abenteuer

Starten Sie den Aufstieg an der Mautstelle Ferleiten und lassen Sie sich von der Serpentinenstraße immer höher tragen. Jede Kurve bringt neue Szenerie: üppige Täler, Almwiesen und mit etwas Glück ein Murmeltier‑Cameo. Halten Sie an der Edelweißspitze für den 360‑Grad‑Blick auf über 30 Dreitausender. Wer besonders wagemutig ist, biegt zur Kaiser‑Franz‑Josefs‑Höhe ab – für eine Nahaufnahme des Pasterzengletschers und vielleicht ein Selfie mit dem Großglockner.

Unterwegs warten Themen‑Ausstellungen, Wanderwege für alle Levels und die „High Five“ der Alpenfauna: Steinbock, Steinadler, Murmeltier, Apollofalter und Alpenhummel. Und im Haus Alpine Naturschau können Sie nach Herzenslust über Kristalle, Flora und Fauna fachsimpeln.

Allgemeine Infos

  • Prüfen Sie die offizielle Website für aktuelle Öffnungszeiten, Mautpreise und Wetterbedingungen.
  • Rechnen Sie mit kühleren Temperaturen und plötzlichen Wetterwechseln – packen Sie entsprechend.
  • Die Straße ist beliebt bei Oldtimer‑Rallyes und Radfahrern – wundern Sie sich nicht, wenn Sie Ihr Panoramen‑Picknick mit einem Vintage‑Porsche oder einem lycrabekleideten Peloton teilen.

Die Großglockner Hochalpenstraße ist nicht nur eine Straße – sie ist eine Reise durch das Herz der österreichischen Alpen, gewürzt mit Geschichte, Natur und einer Prise Adrenalin. Nicht vergessen zu atmen. Höhe und Aussicht nehmen einem gleichermaßen den Atem.

Pro‑Tipps

  • Früher Morgen und später Nachmittag bieten das beste Licht (und weniger Trubel).
  • Fernglas mitnehmen für Wildtier‑Spots.
  • Das Wetter kann in Minuten von mild zu frisch kippen – auf Lagen setzen!
  • Nicht hetzen. Die Fahrt ist so spektakulär wie das Ziel.

Ob Petrolhead, Wanderer oder jemand, der seine Szenerie gern mit einer Portion Adrenalin genießt: Die Großglockner Hochalpenstraße ist ein Must‑Drive, Must‑See, Must‑Experience‑Stück Österreich.

Burg Hochosterwitz

Kurzinfo

Dauer der Fahrt ab Chalet Bjoerk:
Etwa 45 Minuten (ca. 45 km)

Empfohlene Ausrüstung:
Bequeme Schuhe

Lage & Geschichte

Die Burg Hochosterwitz gehört zu Österreichs eindrucksvollsten mittelalterlichen Burgen. Sie thront auf einem 172 Meter hohen Dolomitfelsen nahe St. Georgen am Längsee, östlich von St. Veit an der Glan in Kärnten. Die Felsenburg ist eines der Wahrzeichen des Landes und eine große Attraktion. Bei klarer Sicht ist sie aus bis zu 30 km Entfernung zu sehen.

Die Anfänge

Ludwig der Deutsche erwähnte den Felsen erstmals 860 in einer Urkunde, in der er Güter an das Erzbistum Salzburg übertrug. Die Befestigung erhielt den Namen „Astarwiza“, ein slawischer Ursprung. Bis ins 11. Jahrhundert blieb sie salzburgischer Besitz.

In seinem Buch „Change“ erzählt der austro‑amerikanische Psychologe Paul Watzlawick (1921–2007) die populäre Sage von der Belagerung der Burg durch Gräfin Margarethe von Tirol (Margarethe Maultasch). Der Legende nach, erstmals vermerkt vom mittelalterlichen Chronisten Jakob Unrest und später von Jacob Grimm, fiel Margarethe ins Herzogtum ein. Ihre Truppen zogen jedoch ab, nachdem die Burgbesatzung ihren letzten Ochsen schlachtete, ihn mit Getreide füllte und über die Mauer warf – um vorzutäuschen, man habe so viele Vorräte, dass sie sich als Wurfgeschosse eigneten. Die Geschichte ist im Ostalpenraum weit verbreitet und existiert in vielen Varianten mit unterschiedlichen Figuren.

Im 15. Jahrhundert geriet der letzte kärntnerische Mundschenk, Georg von Osterwitz, in türkische Gefangenschaft und starb 1476 im Kerker ohne Nachkommen. Hans von Osterwitz war der letzte Überlebende der Familie. Aufgrund hoher Schulden gegenüber dem Kaiser gab er die Besitzurkunden der Burg zur Begleichung ab. Nach vier Jahrhunderten fiel die Burg am 30. Mai 1478 wieder an den Habsburger Kaiser Friedrich III.

Khevenhüller‑Familie besitzt die Burg seit dem 16. Jahrhundert

Zahlreiche Türkeneinfälle beschädigten die Burg in den folgenden 30 Jahren stark. Am 5. Oktober 1509 übergab Kaiser Maximilian I. die Burg als Pfand an Matthäus Lang von Wellenburg, den damaligen Gurker Bischof. Bischof Lang leitete eine umfassende Instandsetzung der beschädigten Anlage. Um 1541 belehnte der deutsche König Ferdinand I. von Habsburg die Burg Hochosterwitz an den kärntnerischen Landeshauptmann Christof Khevenhüller. 1571 erwarb Baron Georg Khevenhüller die Zitadelle durch Kauf. Er befestigte sie angesichts drohender Türkeneinfälle und errichtete zwischen 1570 und 1586 ein Zeughaus sowie 14 Tore. Eine derart massive Tor‑Staffelung gilt als einzigartig im Festungsbau. Aufgrund der 14 Tore, jedes mit eigenen, heimtückischen Sicherungen versehen, hält sich die lokale Legende, die Burg sei nie erobert worden und kein Angriff habe das vierte Tor (Engelstor) überschritten.

Seit dem 16. Jahrhundert blieb Hochosterwitz im Wesentlichen unverändert – und im Besitz der Familie Khevenhüller, wie es der Erbauer Georg Khevenhüller verfügte. Eine Marmortafel von 1576 im Burghof dokumentiert diese Bitte.

Besucher können den 620 Meter langen Weg durch die 14 Tore hinauf zur Burg gehen; jedes Tor zeigt ein Schema des jeweiligen Sperr‑ und Verteidigungsmechanismus. Die Räume beherbergen eine Sammlung prähistorischer Artefakte, Gemälde, Waffen und Rüstungen, darunter eine 2,4 Meter große Rüstung, einst getragen vom Burghauptmann Schenk.

Allgemeine Infos

Eintrittspreise finden Sie auf dieser Seite.
Bis zu acht Personen gelangen mit einem Aufzug in 95 Sekunden über 105 Höhenmeter zur Burg. So ist der Besuch auch für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen möglich. Seit der Inbetriebnahme nutzten rund eine Million Personen die Anlage.

Der Dobratsch - Villacher Alpe

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